Nokia und weitere Marktführer wollen zusammen ein Standard-Betriebssystem für Mobiltelefone entwickeln, um mit Google und Apple konkurrieren zu können. Dafür vereinigt sich Nokia sogar mit der bestehenden Konkurrenten wie Sony Ericcson, Motorola, NTT Docomo und weiteren Partnern, die für diesen Zweck eine Stiftung namens Symbian Foundation gegründet haben, in der die bisher getrennt verlaufenden Entwicklungen zusammen getragen werden. Zur Grundlage der neuen mobilen Software-Plattform soll Symbian dienen, das vor gut zehn Jahren entwickelt worden ist und bereits auf mehr als 200 Millionen Handys unterschiedlicher Anbieter installiert ist.
Die erste Version soll ca. in zwei Jahren auf den Markt kommen, sobald der Aktientransfer über den Kauf der Symbian Limited, an der Nokia zur Zeit 52 % Aktienanteile hält, abgeschlossen ist, wird Nokia mit allen nötigen Ressourcen in diese Stiftung übergehen und sogar sein S60 mit einbringen. Aus den Software-Beiträgen der übrigen Stiftungsmitglieder, soll dann eine einheitliche Software-Plattform für Handys entwickelt werden. Die neue Software-Plattform soll mehr können als das bisherige Angebot, eine erste vollständige Plattform die aus verschiedenen Ingredienzien entstehen wird, bis die Finale-Version der Stiftung fertiggestellt ist, soll vermutlich in der ersten Jahreshälfte den Stiftungsmitgliedern zur Verfügung gestellt werden. Lizenzgebühren werden für die Entwickler und Hersteller nicht entstehen, lediglich eine Mitgliedschaft ist Voraussetzung, in der ein niedriger Mitgliedsbeitrag von 1500 $ gezahlt werden soll.
Das Ziel der Marktführer mit diesem drastischen Schritt ist deutlich so macht Symbian-Chef Nigel Clifford klar: “Unser Ziel ist es, die am häufigsten verwendete Softwareplattform des Planeten zu werden.” Zwar ist Symbian zur Zeit Markführer, doch diese Position könnte durch den enormen Zuspruch den Google durch ihre Android-Software sowie Apple durch OS X erfährt gefährdet sein, deshalb wird Symbian auf lange Sicht gesehen ihre Software-Plattform wohl oder übel den Anwendern kostenlos zur Verfügung stellen.
Für die Anwender bedeutet das nur Vorteile, vor allem weil es bedeuten könnte, das in Zukunft nur noch drei Systeme den Handy Weltmarkt beherrschen werden und man sich für ein Betriebssystem entscheidet und dann auf andere Geräte wechslen kann, ohne das Betriebssystem neu erlernen zu müssen. Entwickler können somit bessere Software entwickeln, da Sie ihre Programme nicht häufiger auf viele Betriebssysteme anpassen müssen und somit mehr Zeit für die Programmierung übrig bleibt, dies gilt natürlich auch für die Hersteller von Handys die ihre Zeit dann effektiver in die Enwtwicklung der Hardware inverstieren können.
Quellen: www.spiegel.de
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